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Thinking outside the box – Methoden für kreative Ideenfindung
17.08.2017 / Christin Leopold

Thinking outside the box – Methoden für kreative Ideenfindung

Wenn in Städten, Gemeinden sowie Unternehmen oder Organisationen gemeinsam Themen weiterentwickelt oder Lösungen für Vorhaben gefunden werden sollen, helfen verschiedene Methoden, neue und kreative Ansätze zu erarbeiten. Um Mitarbeiter oder die Bürgerschaft aktiv in einer Planungsphase oder der Entwicklung einer Strategie zu involvieren, verbreiten sich seit den 90er Jahren weltweit innovative Formate des kollaborativen Arbeitens.

Eine konstruktive Zusammenarbeit kennt dabei viele Formen, die zu greifbaren und sichtbaren Ergebnissen führen. Diese variieren zwischen Großformaten wie dem 21st Century Meeting oder dem Bürgergipfel mit mehreren tausend Teilnehmern bis hin zu Formaten wie dem Bürgerdialog, dem Runden Tisch oder der Planungszelle mit nur 10 bis 30 Bürgern. Auch Workshops, World Cafés, Design Thinkings, Open Spaces oder Zukunftswerkstätten sind geläufige und häufig praktizierte Formate.

Welche Methode sinnvoll ist, hängt dabei unter anderem von der Zielgruppe, der Teilnehmerzahl, der zur Verfügung stehenden Zeit, der Zielstellung sowie der Beteiligungstiefe – d.h. steht ein Informations-, Konsultations- oder Kooperationsprozess im Mittelpunkt? – ab. Auch die Kombination mehrerer oder die Anwendung einzelner Elemente einer Methode ist möglich. 

Um abseits der gängigen Wege nach neuen Lösungen zu suchen, stellen wir Ihnen an dieser Stelle zwei agile und flexible Methoden ganz nach dem Motto Thinking outside the box vor, welche im Rahmen von Workshops mit Mitarbeitern, Führungskräften oder auch in Beteiligungsprozessen Anwendung finden können.

Aus Träumen Wirklichkeit werden lassen: die Dragon Dreaming-Methode

Die vom Australier John Croft entwickelte Dragon Dreaming-Methode lehrt, außerhalb des vorgegebenen Rahmens zu denken und damit auch außerhalb unserer Komfortzone. Der Dragon Dreaming-Prozess beginnt daher mit einem Traum, welcher durch die gemeinsame Begeisterung in der Gruppe Stück für Stück zur Realität erwachsen soll. Da diese Methode inspirierend, kreativ und Sinn stiftend ist, bietet sie einen effektiven Weg, um gemeinschaftlich Projekte zu entwickeln, zu verwirklichen und gleichzeitig den Gruppengedanken zu stärken. 

Diese Methode lädt dazu ein, alle Visionen und Träume auf kollektiv-kreative Art Realität werden zu lassen. 

Dabei bedient sich die Dragon Dreaming-Toolbox verschiedener Theorien wie der Systemtheorie und bietet eine Fülle an Tools, Tipps und Kreativtechniken für eine kollektiv-kreative Projektarbeit von der Ideenfindung über die Planung und Umsetzung bis hin zur Auswertung sowie zum Abschluss. So kann die erste Stufe eines Dragon Dreaming-Prozesses, die sogenannte Traumphase, am Beispiel eines Leitbildprozesses mit den Fragen beginnen: Was ist für Sie die Organisation und was brauchen Sie als Individuum, um mit intrinsischer Motivation arbeiten zu können? Auf Post-its werden die individuellen Träume zunächst notiert, danach gemeinsam von allen Teilnehmern zusammengeführt und in übergeordnete Wünsche überführt. Anschließend werden daraus klare Ziele (sog. Themenkolonnen) formuliert. Diese ergeben schließlich die Unterpunkte eines Leitbildes. In kleineren Gruppen werden darauf aufbauend Schlüsselworte markiert, Überschriften für die jeweiligen Kolonnen gebildet und Texte formuliert, die der gesamten Gruppe im Plenum vorgestellt werden. Die so entstandenen Inhalte des Leitbildes gelten bei Zustimmung aller schließlich als gesetzt.

Die Ausformulierung des Leitbildes bildet einen Arbeitsschritt außerhalb des normalen Dragon Dreaming-Prozesses. Danach können jedoch die sortierten Ziele wieder aufgenommen werden, um entlang der bekannten Methodenabfolge das sogenannte Karabirrdt zu erstellen. Dies beinhaltet die Umsetzung der Kolonnen in konkrete Arbeitsaufgaben und die Vergabe von Verantwortlichkeiten.

Geeignet ist die Methode, die grob in vier Phasen – Träumen, Planen, Handeln und Feiern/Wertschätzen – untergliedert werden kann, beispielsweise für Personen einer Gemeinde, Region oder eines Unternehmens, die in der städtischen, ländlichen und regionalen Entwicklung arbeiten.

Dauer der Durchführung: je nach Größe der Gruppe, von 2 bis 4 Tagen
Anzahl der Beteiligten: für Gruppen von 4 bis 100 Personen geeignet
Einsatzfelder: Leitbildentwicklung, etc. in Unternehmen/Organisationen, Stadtentwicklung/Planung 

Auf das schauen, was bereits gut funktioniert: die Appreciative Inquiry-Methode.

Das kennen Sie sicher auch: In der Regel wird durch die Berichtigung von Fehlern oder die Lösung von Problemen eine Veränderung bewirkt. Dies kann im beruflichen sowie im zwischenmenschlichen Bereich genauso wie auf der gesellschaftlichen Ebene erfolgen. Im Vergleich zu Methoden wie Open Space oder Real Time Strategic Change, die sich eher kritisch mit dem Ist-Zustand auseinandersetzen und daraus die Veränderungsziele ableiten, dreht die Appreciative Inquiry-Methode (wertschätzende Erkundung) diesen Ansatz um. Sie lenkt den Fokus konsequent weg von der Problemlösungsorientierung hin auf positive Erlebnisse, Erfahrungen und Potenziale. Es geht darum, belebenden Faktoren für ein Team, eine Organisation, eine Kommune oder ein Netzwerk auszuarbeiten. Das bedeutet, dass mit dieser Methode Erfolgsfaktoren analysiert und Schlüsselfaktoren identifiziert werden, die gezielt gefördert werden können. Die „rosarote Brille“ wird dabei nicht aufgesetzt, sondern die Beleuchtung von Konflikten oder Defiziten aus einer anderen Perspektive steht hier im Mittelpunkt.

Mittels gezielter Fragestellungen werden die „Juwelen“ – das, was in den Teams oder der Organisation bereits gut funktioniert – herausgearbeitet. Darüber hinaus geht es darum offen für Neues zu sein und zu lernen.

Am Anfang eines Appreciative Inquiry-Prozesses steht oftmals eine Konferenz oder ein Workshop, im Rahmen dessen vier Phasen durchlaufen werden: Innerhalb der Discovery-Phase (Entdeckungsphase) führen Teilnehmer untereinander Interviews, um gemeinsam Stärken sowohl ihres Gegenübers als auch der Organisation zu ermitteln. Daraus werden maßgebliche Faktoren, die diese Potenziale ermöglicht haben, analysiert und den anderen vorgestellt. Daran anknüpfend entwerfen die Teilnehmer in der Dream-Phase (Visionsphase) in Gruppen aus je acht Personen Zukunftsbilder für die Organisation. Diese Visionen werden in der Design-Phase (Entwurfsphase) präzisiert und schließlich in der Destiny-Phase (Umsetzungsphase) auf einzelne Kernthemen fokussiert und passgenaue Maßnahmen geplant, um die neu entstandenen Ideen zu verwirklichen.

Die Methode eignet sich dort, wo Veränderungen gestaltet, Zukunftsszenarien entworfen oder wo Fähigkeiten sowie Leistungen weiterentwickelt werden sollen. 

Dauer der Durchführung: je nach Gruppengröße 1 bis 3 Tage
Anzahl der Beteiligten: für Gruppen von 5 bis 100 Personen geeignet
Einsatzfelder: Personal- und Führungskräfteentwicklung, Teambildungsprozess, Konfliktsituation, Leitbildentwicklung, Changeprozess, Förderung der Kooperation zwischen Organisationen/Unternehmensbereichen, Firmenzusammenschluss, neue Strategieplanung, Erschließung neuer Geschäftsfelder, Gemeinde- oder Regionalentwicklung

Das Wesentliche bei den vorgestellten Methoden liegt in einer sorgfältigen Vorbereitung und professionellen  Moderation, die erforderlich ist, um einen gelungen Kreativprozess mit kraftvolle Eigendynamik und Engagement aller Beteiligten zu erzielen.

Sie stehen selbst vor großen Veränderungen und möchten in Ihrer Stadt, Gemeinde, Kommune oder Unternehmen einen Beteiligungsprozess umsetzen? NeulandQuartier berät Unternehmen, Organisationen und Kommunen bei Dialog- und Beteiligungsprozessen. Dabei verknüpfen wir unsere langjährige Expertise im Bereich Dialog und Öffentlichkeitsbeteiligung mit unserer vielschichtigen Methodenkompetenz sowie unserem fundierten Wissen über aktuelle politische, gesellschaftliche und mediale Entwicklungen und Zusammenhänge.

Als erfahrene Mediatoren und systemische Moderatoren stehen Ihnen Ingo Seeligmüller und Jörg Müller – Projektentwickler der Learning Journey zur Gründung der VKU Innovationsplattform des VKU e.V. (Verband kommunaler Unternehmen) – zur Verfügung. 

Bildquelle: pixabay.

Genutzte Quellen:

http://bblog.de/category/metho... 
http://www.partizipation.at/me...
http://www.dragondreaming.org
http://www.umsetzungsberatung....
http://www.zwnetz.de/pages/meth12.html?#Anchor_AI

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