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Autorin des Artikels

Jessica Schott

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21.05.2017 / Jessica Schott

#neulandontour: LPRS>>Forum 2017

Die Studierenden des LPRS e.V. wollten es in diesem Jahr wissen: Was ist der nächste große Megatrend in der PR?! Um dies zu erfahren, kamen Aktive, Alumni, Wissenschaftler und Praktiker der Kommunikationsbranche am vergangenen Freitag, den 19. Mai 2017 in die LVZ-Kuppelhalle nach Leipzig. Nun, aber was ist „The Next Big Thing“? Eine eindeutige Antwort konnte das Forum dazu nicht liefern. Aber es zeigte, dass es viele mögliche Veränderungen geben könnte. Eigentlich (Kommunikations-)Berufsalltag, oder?

Zum Start in den Input-Abend lieferte Dr. Georg Kolb, Managing Director bei Klenk & Hoursch, in seinem Impulsvortrag Fakten, Vergleiche und Implikationen. Was hängen bleibt? Im Internet werden pro Sekunde Zehntausende Gigabyte Daten (etwa 212.000.000.000.000 Bit/s) hochgeladen. Unser Gehirn kann aber „nur“ 50.000.000.000 Bit/s visuell wahrnehmen. Davon werden etwa 180 – 200 Bit/s im Ultrakurzzeitgedächtnis gespeichert.[1] Auditiv sind es mit etwa 1.000.000 Bit/s noch weniger. Und wenn die Informationen über low oder high road ins Langzeitgedächtnis gelangen, nimmt die Datenmenge noch einmal rapide ab. Unser Bewusstsein kann nach Kolb nur 40 Bit/s verarbeiten. Ungeachtet der konkreten Zahlen wird wieder einmal deutlich, dass die „eigenen“ Informationen mit einer Vielzahl anderer Informationen um die Aufmerksamkeit der Stakeholder kämpfen. Klasse statt Masse – oder eben: Relevanz statt Reichweite ist immer mehr gefragt. Neben anderen Aspekten stand vor allem die strukturelle Gretchenfrage im Raum: Hierarchie oder Netzwerk? Kolb sagt, dass wir in Zeiten von strategisch gewollten und notwendigerweise agilen Arbeitsprozessen ein duales Betriebssystem aus beiden benötigen. Damit wird dem als Heiland heraufbeschworenen Netzwerk im Alleingang ganz klar eine Absage erteilt.

Der Leipziger Kollege Benedict Rehbein von pioneer communications stellte seine Thesen zu Internet of Voice unter dem Motto „Schatz wir müssen reden!“ vor. Mit Alexa hat amazon die Sprachsteuerung salonfähig und aufgrund des günstigen Preises massentauglich gemacht. Zwar sprechen wir mit Maschinen, doch sie sind menschlich: Alexa kann nicht nur meine Einkaufsliste ergänzen, sondern auch Witze erzählen. Sie (oder es) kann unsere Meinung über Dinge beeinflussen. Für Kommunikatoren ergeben sich dadurch neue Chancen und Herausforderungen, aber auch neue Arbeitsfelder, die beachtet werden müssen: Voice-SEO, Werbeformate für Skills, Voice-Ads, Voice-Bots. Wie man Alexa für Werbung einsetzen kann, aber nicht unbedingt muss, zeigte Burger King. Fazit: Wenn Reden das neue Bloggen ist, dann muss auch zugehört werden.

Mit dem Thema Zuhören hat sich auch Maria Borner von FTI Consulting in ihrem Impulsvortrag beschäftigt. Sie beschrieb ihre Masterarbeit zum Thema Corporate Listening. Ihre Arbeitsgrundlage ist dabei die grundsätzliche Annahme, dass sich die Outbound-Perspektive hin zu einer Inbound-Perspektive gewandelt hat. Unternehmen müssen daher über Befragungen, Monitoring & Co. lernen, wieder und besser zuzuhören. Und dieses Zuhören in ihre strategischen Entscheidungen einfließen lassen. 

Mit Daniel Rehn, Trendscout bei achtung! wurde die Emotionalisierung von Inhalten ins Gespräch gebracht. Marken konkurrieren im Netz mit Menschen, für die das Social Web eigentlich gedacht war. Daher brauchen Kommunikatoren in ihren Storys emotionale Bezüge und Geschichten. Entsprechend geht es auch hier wieder um Relevanz. Statt auf Likes und Shares zu schielen, sollten Kommunikatoren sich mit wirklich wichtigen Daten wie z. B. der Verweildauer auf Blogbeiträgen beschäftigen. Und Kommunikatoren? Die sollten mit offenen Augen und Ohren (!) durch die Welt gehen und neugierig bleiben.

Was nun „The Next Big Thing“ ist? Mit Sicherheit lässt sich dies nicht sagen. Was aber schon immer galt: Die nächste große Sache wird kommen und für Kommunikatoren bedeutet dies, #Neuland zu betreten.

NeulandQuartier ist Experte in Sachen Dialog und Bürgerbeteiligung. Wir betreuen Kunden bei der Organisation und Durchführung verschiedener Projektvorhaben unter Beteiligungsaspekten und unterstützten unsere Kunden beim Zuhören.


[1] Vom Vortrag abweichende Zahlen: http://live-counter.com/wie-gross-ist-das-internet/, http://www.netschool.de/ler/delese1.htm