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05 | 2020Stephanie Wohlt

Das Corona-Jahr 2020: Dialog & Beteiligung digital denken, aber wie?

<h1>Das Corona-Jahr 2020: Dialog & Beteiligung digital denken, aber wie?</h1>

Auch wenn wir uns erst in die zweite Jahreshälfte begeben: Die durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen und Umstellungen der vergangenen Wochen haben das Berliner Institut für Partizipation zur Frage motiviert, ob 2020 ein verlorenes Jahr für die Bürgerbeteiligung war. Unsere Antwort: Nein. Vielmehr ist es eine Chance, Beteiligungs- und Dialogformate weiter zu denken. Während die Maßnahmen zunehmend gelockert werden und die Menschen wieder vorsichtig in einen noch befremdlichen Alltag zurückfinden, sind auch wir als Kommunikationsagentur in den letzten Wochen vor neue Herausforderungen gestellt worden.

Informationsveranstaltungen im örtlichen Bürgerhaus, Netzwerktreffen mit politischen Entscheidungsträgern oder Workshops in Unternehmenszentralen – weite Teile unserer Veranstaltungsformate lassen sich in Zeiten bestehender Kontaktbeschränkungen und weiterhin geltender Abstandsregelungen kaum in der für Sie und uns gewohnten Atmosphäre umsetzen.   

Lösungen mit Einschränkungen 

Vielerorts sind Absagen und unbestimmte Verschiebungen von Veranstaltungen daher noch immer die Regel. Wir haben uns Gedanken gemacht, Veranstaltungen trotz dieser unsicheren Zeit gemeinsam mit unseren Kunden stattfinden zu lassen und weiter zu entwickeln:   

  • Dialogveranstaltungen, die einen Austausch zwischen verschiedenen Interessengruppen ermöglichen, können wir teilweise oder komplett in den digitalen Raum übertragen. Wir unterstützen Sie mit einer strategisch gut konzeptionierten Moderation immer mit dem Ziel, Interessen konstruktiv zusammenzubringen. 
  • Unsere digitalen Infomärkte sorgen für eine transparente Kommunikation von Bau- und Infrastrukturprojekten. Mittels geeigneter Software rücken wir die Projektträger in den Mittelpunkt und können so projektbezogene Hemmschwellen abbauen. 
  • Auch Presse- und Redaktionsgespräche werden künftig digitale Lösungen erfordern. Wir helfen Ihnen, aktuelle Themen zu platzieren und mit Medienvertretern ins Gespräch zu kommen. 
  • Nach wie vor unterstützen wir Sie bei der Strategieentwicklung oder im Leitbildprozess: mit unseren digitalen Workshops. Dabei nehmen wir die Konzeption, Umsetzung und Moderation in Hand.   

Die Vorteile nutzen, die Nachteile ausräumen 

Die digitale Kommunikation hat eine Reihe positiver Effekte: Veranstaltungen können bequem vom Büro oder aus dem Homeoffice besucht werden. Es entstehen keine Reisekosten und -aufwände, das wiederum sorgt für eine Zeitersparnis, bringt Flexibilität und schont unsere Umwelt.   

So weit, so gut. Dementgegen stehen aber auch Bedenken: Wie lässt sich der informelle Austausch online abbilden? Wie erreichen wir Menschen, die mit der Digitalisierung nicht so vertraut sind –zum Beispiel auf unseren Netzwerk- oder Bürgerveranstaltungen? Schließen wir die Mehrheit aus? Transportiert ein digitaler Infomarkt dieselben Intentionen wie ein klassischer Infomarkt? Diese berechtigten Bedenken nehmen wir in der Konzeption digitaler Veranstaltungen ernst. Dabei gilt es immer auch abzuwägen: Wo ist digital nötig, wo kommt es vielleicht an seine Grenzen?   

Schließlich der Datenschutz: Wie sicher ist die digitale Kommunikation (wirklich)? Können wir vertrauliche Daten und Dokumente in Videokonferenzen oder Chats wirklich zeigen oder gar verschicken?   

Veränderung als Chance 

Unsere Arbeit hat sich verändert – aber diese Veränderung sehen wir als Chance und nicht als Stillstand. Zwar wissen wir heute noch nicht, ob wir uns an Videochats, digitale Räume und virtuelle Rundgänge gewöhnen (können und wollen). Und fragen uns auch, welche Formate sich nach der Eindämmung von Covid-19 dauerhaft etablieren werden. Aber in zwei Punkten sind wir uns sicher. Erstens: Das Jahr 2020 ist für uns kein verlorenes Jahr, denn die Hälfte haben wir ja auch noch vor uns. Und zweitens: Die digitale Kommunikation dient uns als Ergänzung zu unseren Offline-Formaten, nicht als Substitut. Wir haben schon vor der Corona-Pandemie eine Kombination aus Offline und Online-Formen angeboten und werden dies auch zukünftig tun.